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KOLUMNE: #stich – schon wieder ein Hashtag mehr? Dieser ist aber wichtig!

Hashtags gibt es so viele wie Sand am Meer. Einige sind selbsterklärend und werden dazu verwendet, um Inhalt zu kategorisieren, wobei andere nicht für sich sprechen, sondern eine Wortkette abkürzen.

Anlässlich der startupdays (#SUD) vom vergangenen Dienstag in Bern hat der Präsident von Startup INVEST, Christian Wenger, den Innovations-Hashtag #stich ins Leben gerufen (Twitter). Dieser steht für Startup Innovation Chain. Die Innovationskette besteht aus 12 Gliedern wie rechtliche Rahmenbedingungen oder Unternehmertum als Thema in der Bildungslandschaft (Link zur Kette).

Christian Wenger ging auf die Stärke der verschiedenen Glieder ein und betonte, dass die Kette nur so stark wie ihr schwächstes Glied ist. Als dieses hat er „Management of Growth“ identifiziert, also die Verfügbarkeit an Managern, welche aus einer Firma mit 50 Mitarbeitenden eine mit 1500 Mitarbeitenden machen und dabei in neue Märkte vorstossen kann.

Auch machte er einen Aufruf, dass bei den kommenden Wahlen im Herbst Politikerinnen und Poliker unterstützt werden müssen, die einen gesamtheitlichen Blickwinkel wahrnehmen und im Sinne der #stich zusammen die Schweiz als Start-Up-Land führend machen.

Mir persönlich war es ein besonderes Anliegen zu betonen, dass der Zugang zu Talenten aus aller Welt eine grosse Bedeutung für die verhältnismässig kleine Schweiz hat. Unser starres Quoten-Migrations-System hindert oft Start-Ups daran, für sie sehr wichtige Mitarbeitende von ausserhalb der EU zu rekrutieren.

Weiter ist es wichtig, dass an Schulen nicht nur Physik und Mathematik, sondern auch Unternehmertum vermittelt wird. Das unternehmerische Handwerk soll von klein auf vermittelt werden, so dass dies Teil der Schweizer DNA ist. Zuletzt nahm ich die rechtlichen Rahmenbedingungen auf und ging insbesondere auf das Steuersystem ein, das teilweise falsche Anreize im Aufbau einer Unternehmung setzt.

Insgesamt ist es wichtig, dass an Veranstaltungen wie der startupdays nicht nur Start-Ups und Investoren sich treffen, sondern auch Mitarbeitende der öffentlichen Verwaltung wie auch Politikerinnen und Politiker. Denn nur so wächst das gegenseitige Verständnis und der Sinn zur gemeinsamen Lösungsfindung. Während wir uns diese Gedanken machen, investieren Länder wie USA oder China Milliarden an US Dollar, um sich für die Zukunft richtig aufzustellen. Es bleibt uns nicht lange Zeit, um die richtigen Schritte einzuleiten, so dass wir weiterhin Spitze in den Rankings in Sachen Wettbewerbsfähigkeit und Forschungsplatz sind. Auf geht’s!

Über Andri Silberschmidt

Andri Silberschmidt ist 24 Jahre alt, Vermögensberater, Politiker und Gastro-Unternehmer. Mit 15 Jahren startete er die Banklehre und ist heute bei Swisscanto Invest für das Management von allen quantitativen Aktienfonds, die in Entwicklungsländer investieren, verantwortlich. Er hat berufsbegleitend den BSc in Business Administration abgeschlossen (Dean’s List) und schliesst im Jahr 2019 den MSc in Global Finance ab. Im letzten Jahr gründete er mit Freunden ein Poké Bowl & Sushi Burrito Restaurant, das im Moment zwei Filialen in Zürich betreibt. Andri Silberschmidt ist seit 2011 politisch aktiv und seit 2016 Präsident der Jungfreisinnigen Schweiz. Vor Kurzem wurde er für die FDP ins Parlament der Stadt Zürich gewählt.
www.andrisilberschmidt.ch